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Das neue Daten­schutz­recht als...

Versi­che­rungs­ex­per­ten rechnen mit einer Zunahme an Manager­haft­pflicht­fäl­len durch das neue Daten­schutz­recht.

  • Unter­neh­men, die nicht sorgsam mit Kunden- oder Mitar­bei­ter­da­ten umgehen, werden künftig mit Image­ver­lust, Verbrau­cher­kla­gen und hohen Geldbu­ßen abgestraft.
  • Die Chefeta­gen sind letzt­lich verant­wort­lich für Daten­schutz und IT-Sicher­heit.
  • Topma­na­ger und Daten­schutz­be­auf­tragte können persön­lich dafür haftbar gemacht werden, wenn sie kein Kontroll­sys­tem gegen Daten­schutz­ver­stöße aufbauen.

Düssel­dorf, 07.Mai 2018. In 18 Tagen ist Deadline. Ab 25. Mai tritt die neue EU-Daten­schutz­grund­ver­ord­nung (DSGVO) in Kraft und könnte zur persön­li­chen Haftpflicht­falle für Manager werden. Wer das Gesetz ignoriert, riskiert viel. Unter­neh­men müssen künftig nachwei­sen können, dass sie für das Speichern und Weiter­ver­ar­bei­ten etwa von Namen, E-Mail-Adres­sen oder Geburts­da­ten die ausdrück­li­che Erlaub­nis der Betrof­fe­nen einge­holt haben.

Selbst Papier­ak­ten können für Manager zur Stolper­falle werden

„Dank der Beweis­last­um­kehr, die der Gesetz­ge­ber einge­baut hat, müssen erstmals nicht die Geschä­dig­ten bewei­sen, dass das Unter­neh­men Fehler gemacht hat, sondern umgekehrt: Das Unter­neh­men muss darle­gen, dass alles korrekt vorbe­rei­tet war“, sagt Michael Hendricks, Rechts­an­walt von der Kanzlei Hendricks + Partner, der Unter­neh­men und Manager bei Haftungs­fäl­len berät.

Marke­ting­pro­fis locken deshalb zurzeit selbst Stamm­kun­den mit Preis­aus­schrei­ben für teure iPads – nur um von ihnen die Einwil­li­gung zu erhal­ten, dass das Unter­neh­men ihre Adresse für den Newslet­ter weiter nutzen darf. Vertrieb­ler verge­wis­sern sich bei Geschäfts­part­nern per E-Mail, ob sie die Visiten­karte auch IT-technisch weiter­ver­ar­bei­ten dürfen. Selbst was in den Papier­ak­ten noch in analo­ger Form im Regal steht, fällt unter das neue Recht.

D&O-Experten rechnen mit steigen­der Zahl an Manager­haft­pflicht­fäl­len

Bei Verstö­ßen drohen Unter­neh­men drasti­sche Geldbu­ßen. Bis zu 20 Millio­nen Euro oder vier Prozent des weltwei­ten Konzern­um­sat­zes können die Behör­den verhän­gen. Das kann auf Geschäfts­füh­rer und Vorstände auch privat zurück­fal­len: „Noch unter­schät­zen Manager ihr persön­li­ches Haftungs­ri­siko durch das verschärfte Daten­schutz­recht“, sagt Beata Drenker, Legal Counsel bei dem D&O-Versicherungsmakler Howden in Düssel­dorf. Das Kürzel D&O steht für Direc­tors and Officers – also Manager in Spitzen­po­si­tio­nen. Drenker: „Wir rechnen fest mit einer steigen­den Zahl an Manager­haft­pflicht­fäl­len.“

Geldbu­ßen fürs Unter­neh­men lassen sich auf Manager umwäl­zen

Der Grund: Die Topma­na­ger sind letzt­lich dafür verant­wort­lich, dass im Unter­neh­men technisch wie organi­sa­to­risch ein System entsteht, das frist­ge­recht den rechts­kon­for­men Daten­um­gang sicher­stellt. „Kommt es zu Vermö­gens­schä­den im Unter­neh­men – etwa, weil es nach einem Verstoß Bußgel­der hagelt oder ein Image­ver­lust auf die Verkaufs­zah­len drückt, werden die Aufsichts­räte und Anteils­eig­ner nicht lange zögern und versu­chen, das Geld von den Verant­wort­li­chen zurück­zu­ho­len“, sagt Rechts­an­walt Michael Hendricks.

Daten­schutz­ver­stöße sind genauso konse­quent zu bekämp­fen wie Korrup­tion

Vom Daten­klau über ein verse­hent­lich entstan­de­nes Daten­leck bis zum Abmahn­ver­ein, der den Online- Shop in die Mangel nimmt – die DSGVO bietet viele Anlässe für Rechts­strei­tig­kei­ten. D&O-Experte Hendricks: „Über die Frage, ob ein Manager genug für ein funktio­nie­ren­des Compli­ance-System im Unter­neh­men getan hat, wird künftig in Daten­schutz­fra­gen genauso heftig gestrit­ten wie beim Thema Korrup­tion.“

Bilder sind zum Abdruck freige­ge­ben unter dem Vorbe­halt der redak­tio­nel­len, nicht kommer­zi­el­len Nutzung. Fotonach­weis: Howden.

Presse­infor­ma­tion (PDF, 598 kb)
Presse­foto Michael Hendricks (JPG, 221 kb)
Presse­foto Beata Drenker (JPG, 263 kb)

 

Presse­kon­takt
Hendricks + Partner
Rechts­an­wälte mbB
Michael Hendricks
Arnhei­mer Str. 142
40489 Düssel­dorf
Tel. +49 (0)211 – 95 74 162 30
Mail: contact@​hendricks-​partner.​de

Hendricks + Partner hat sich als Rechts­an­walts­kanz­lei auf die Betreu­ung von Manager­haft­pflicht­sze­na­rien spezia­li­siert. Das Juris­ten­team rund um den D&O-Experten Michael Hendricks verfügt über eine mehr als zwanzig­jäh­rige Exper­tise auf dem Gebiet der Organ­haf­tung und D&O-Versicherung. www.hendricks-partner.de

Howden ist Markt­füh­rer für Manager­ver­si­che­run­gen. Der versi­che­rungs­un­ab­hän­gige Spezi­al­mak­ler berät Unter­neh­men und Versi­che­rungs­mak­ler rund um das Thema Manager­haf­tung und handelt für sie mit den Versi­che­rern die bestmög­li­chen Bedin­gun­gen aus. Die hausei­gene Schaden­ab­tei­lung hilft Unter­neh­men und Managern, wenn sie auf Schaden­er­satz verklagt werden, übernimmt für sie das Schaden­hand­ling und vertritt ihre Inter­es­sen gegen­über den Versi­che­rern. Das Unter­neh­men beschäf­tigt mehr als 60 D&O-Experten – darun­ter die Hälfte Juris­ten – an den Stand­or­ten Düssel­dorf, Hamburg und München. www.howdengroup.de

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