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D&O-Versicherung für Aufsichtsräte

Two-Tier Trigger Policy

Die Two-Tier Trigger (TTT) Policy – D&O für Aufsichts­räte

Wir schüt­zen die Aufsichts­rats­or­gane

DAS RISIKO

Die D&O Schaden­fall-Praxis hat deutlich gezeigt, dass es zu erheb­li­chen Inter­es­sen­kol­li­sio­nen kommen kann, weil der D&O-Versicherer der Unter­neh­mens­po­lice seine Treue­pflicht nicht immer gleich­zei­tig gegen­über Vorstand und Aufsichts­rat wahrneh­men kann. Um diesen Inter­es­sen­kol­li­sio­nen – insbe­son­dere im Falle von Streit­ver­kün­dun­gen – zu begeg­nen, ist es geboten, dass das Unter­neh­men für den Aufsichts­rat eine eigen­stän­dige D&O-Versicherung abschließt. Dabei muss die D&O-Versicherung für den Aufsichts­rat zwingend bei einem Risiko­trä­ger abgeschlos­sen werden, der nicht betei­lig­ter Versi­che­rer an dem Versi­che­rungs­pro­gramm der D&O-Unternehmenspolice (Primary und Exzeden­ten) ist.

Um das dualis­ti­sche two-tier board system auch in der Konzep­tion von D&O-Versicherungsprogrammen absolut sauber abzubil­den, wäre ein Twin Tower Konzept die beste Lösung: Im Tower 1 mit dem Versi­che­rer A sind nur die Vorstände versi­chert. Im Tower 2 mit dem Versi­che­rer B sind nur die Aufsichts­räte versi­chert. In einem härter werden­den D&O Markt dürfte das Twin Tower Modell aber mit ganz erheb­li­chen Prämien verbun­den sein.

Sinnvol­ler ist deshalb das Modell der Two-Tier Trigger Policy für Aufsichts­räte von Howden Germany.

DIE LÖSUNG

Die Two-Tier Trigger (TTT) Policy der Howden Germany ist subsi­diär zur D&O-Versicherung des Unter­neh­mens. Jedes Mitglied des Aufsichts­or­gans kann im Falle einer der vier folgen­den, die TTT auslö­sen­den Ereig­nisse (Trigger) selbst entschei­den, ob er den Versi­che­rungs­schutz unter der D&O-Police des Unter­neh­mens oder unter der TTT-Police in Anspruch nimmt:

Trigger 1: Ausschöp­fung der Deckungs­summe der D&O-Unternehmenspolice
Erster Trigger ist die Ausschöp­fung der Deckungs­summe der D&O-Unternehmenspolice. Hier hat die Two-Tier Trigger Policy die Wirkungs­weise einer Exzeden­ten­ver­si­che­rung. Im Ergeb­nis steht dem Aufsichts­rat eine zusätz­li­che eigen­stän­dige Deckungs­summe zur Verfü­gung. Durch diesen Trigger wird insbe­son­dere die Unabhän­gig­keit der Wahrneh­mung des Aufsichts­rats­man­dats sicher­ge­stellt.

Trigger 2: Streit­ver­kün­dung
Der Trigger der Streit­ver­kün­dung greift bereits, bevor die Deckungs­summe der D&O-Unternehmenspolice ausge­schöpft ist. Im Falle von Streit­ver­kün­dun­gen kommt es zu ganz erheb­li­chen Inter­es­sen­kol­li­sio­nen. Versi­che­rer beschrei­ten zuneh­mend den Weg der aktiven Haftungs­ab­wehr. Der Versi­che­rer tritt im Wege der Neben­in­ter­ven­tion als Streit­hel­fer auf Beklag­ten­seite dem Rechts­streit bei. Die Beklag­ten­ver­tre­ter raten – im Hinblick auf mögli­che Regresse – zur Streit­ver­kün­dung gegen den Aufsichts­rat. Der Aufsichts­rat befinde sich in der Mitver­ant­wor­tung, habe von den vermeint­li­chen Pflicht­ver­let­zun­gen Kennt­nis gehabt und diese mitge­tra­gen oder gebil­ligt. Sollte der Vorstand – wider Erwar­ten – rechts­kräf­tig verur­teilt werden, so ergeben sich mögli­cher­weise Regress­an­sprü­che gegen den Aufsichts­rat.

Trigger 3: Anfech­tung
Ein weite­rer Trigger ist die Anfech­tung der D&O Unter­neh­mens­po­lice. Hatte beispiels­weise ein Vorstands­mit­glied falsche Angaben im Rahmen des Warranty State­ments gegen­über dem Versi­che­rer der D&O-Unternehmenspolice gemacht, so besteht die Gefahr, dass der Versi­che­rer die Anfech­tung des Vertra­ges insge­samt erklärt und dann alle versi­cher­ten Perso­nen – also auch die Aufsichts­räte – schutz­los daste­hen.

Trigger 4: Beson­dere Vertre­ter nach § 147 Aktien­ge­setz
Schließ­lich kann sich eine Inter­es­sen­kol­li­sion ergeben, wenn ein beson­de­rer Vertre­ter gleich­zei­tig Ansprü­che gegen den Aufsichts­rat und den Vorstand geltend macht. Der Streit zwischen den Organen dreht sich im Kern dann immer um die Frage, ob der Vorstand den Aufsichts­rat infor­miert hat respek­tive ausrei­chend / vollum­fäng­lich infor­miert hat (Argumen­ta­tion des Vorstands) oder aber, ob der Aufsichts­rat nicht ausrei­chend infor­miert wurde – womög­lich sogar hinters Licht geführt wurde (Argumen­ta­tion des Aufsichts­rats).

DER SCHUTZ

Die TTT-Police hat immer den gleichen Bedin­gungs­um­fang wie die D&O-Versicherung des Unter­neh­mens. Die Deckungs­summe wird selbst gewählt und steht nur den Mitglie­dern des Aufsichts­or­gans zur Verfü­gung.

Durch unsere Two-Tier Trigger Policy für Aufsichts­räte steht die Konzep­tion der D&O-Versicherungsprogramme in Deutsch­land endlich auch im Gleich­klang mit dem dualis­ti­schen System des two-tier board systems. Die saubere Trennung und Abgren­zung der Deckun­gen mit unter­schied­li­chen Risiko­trä­gern führt zu einer Stärkung der Unabhän­gig­keit von Aufsichts­rat und Vorstand und entschärft mögli­che Inter­es­sen­kon­flikte. Die TTT-Police entspricht deshalb den heuti­gen Anfor­de­run­gen an „best practice“ und „Corpo­rate Gover­nance“.

Weitere Infor­ma­tio­nen und ein persön­li­ches Angebot stellen wir Ihnen gerne zur Verfü­gung.

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